„Von der ersten Eisenbahn bis zum TGV“

„Die ersten Schienen“

  • Die Eisenbahn kam in der Provence bereits Mitte des 19. Jahrhunderts an.
  • Marseille wurde dabei zu einem der wichtigsten Ausgangspunkte für die Entwicklung des Eisenbahnverkehrs im Süden Frankreichs.
  • Mit dem Bau der ersten Strecken begann eine Entwicklung, die das Verhältnis zwischen den Städten, dem Mittelmeer und dem französischen Hinterland grundlegend verändern sollte.
  • Eine wichtige Persönlichkeit dieser frühen Zeit war der Ingenieur und Unternehmer Paulin Talabot.
  • 1843 wurde die Compagnie du chemin de fer de Marseille à Avignon gegründet.
  • Am 9. Januar 1848 wurde die Strecke zwischen Marseille und Arles feierlich eröffnet.
  • Damit begann für die Provence ein neues Zeitalter.
  • Die Eisenbahn war nicht mehr nur eine technische Neuerung.
  • Sie wurde zu einem entscheidenden Bestandteil der wirtschaftlichen und städtebaulichen Entwicklung der Region.

„Marseille – das Tor zur Provence“

  • Marseille war für diese Entwicklung geradezu prädestiniert.
  • Die Stadt war bereits ein bedeutender Mittelmeerhafen und wurde durch die Eisenbahn mit dem Rhône-Korridor und dem französischen Hinterland verbunden.
  • Aus einzelnen Streckenabschnitten entstand allmählich ein immer dichteres Eisenbahnnetz.
  • 1857 wurde die Compagnie du chemin de fer de Paris à Lyon et à la Méditerranée gegründet.
  • Unter dem Namen PLM sollte dieses Unternehmen die Eisenbahn in Südfrankreich über Jahrzehnte prägen.

„Der Bahnhof über der Stadt“

  • Der Bahnhof Marseille-Saint-Charles gehört zu den eindrucksvollsten Zeugnissen dieser Entwicklung.
  • Seine Geschichte reicht bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück.
  • Der Bahnhof wurde mehrfach erweitert und verändert.
  • Zu den wichtigen Bauphasen gehören die Jahre 1851, 1880, 1893, 1954 und 1983.
  • Besonders prägend ist die große Bahnhofshalle mit ihrer Metallkonstruktion und dem Glasdach.
  • Auch die gusseisernen Säulen mit den Wappen französischer Städte erzählen von der Bedeutung des Bahnhofs.
  • Noch eindrucksvoller ist die große Freitreppe.
  • Sie verbindet den Bahnhof mit der Stadt und macht deutlich, welche Bedeutung Marseille-Saint-Charles bis heute besitzt.
  • Der Bahnhof ist damit nicht einfach nur ein Ort, an dem Züge ankommen und abfahren.
  • Er ist ein Stück Stadtgeschichte.

„Arles – die Eisenbahn wird zur Industrie“

  • In Arles zeigte sich besonders deutlich, dass die Eisenbahn nicht nur Strecken und Bahnhöfe benötigte.
  • Sie brauchte auch Werkstätten.
  • Bereits ab 1843 wurde nach einem geeigneten Standort für ein großes Bahnbetriebswerk und zentrale Reparaturwerkstätten gesucht.
  • Die Entscheidung fiel auf ein Gelände in der Nähe der Alyscamps.
  • 1845 begann der Bau.
  • 1848 gingen die Werkstätten in Betrieb.
  • Bis 1856 waren die Anlagen weitgehend fertiggestellt.
  • Hier wurden Dampflokomotiven repariert und teilweise auch gebaut.
  • Damit wurde Arles zu einem bedeutenden Eisenbahnstandort.
  • Um 1900 arbeiteten dort bereits rund 1.000 Menschen.
  • Nach dem Ersten Weltkrieg stieg die Zahl der Beschäftigten zeitweise sogar auf mehr als 1.800.
  • Die Werkstätten blieben über viele Jahrzehnte ein wichtiger Bestandteil der Stadt.
  • Erst 1984 endete ihre Geschichte endgültig.

„Das PLM-Zeitalter“

  • Mit dem Aufstieg der PLM wurde die Eisenbahn in der Provence zu einem zusammenhängenden System.
  • Strecken wurden verlängert.
  • Bahnhöfe wurden erweitert.
  • Werkstätten entstanden.
  • Lokomotivdepots wurden gebaut.
  • Gleichzeitig mussten immer größere Höhenunterschiede und schwierige Landschaften überwunden werden.
  • Gerade darin liegt bis heute ein besonderer Reiz der provenzalischen Eisenbahn.
  • Die Strecke musste sich an die Landschaft anpassen.
  • Und manchmal musste sich die Landschaft der Eisenbahn anpassen.

„Mein Name ist Jakob Diener“

  • Ich bin freiberuflicher Journalist aus Nordrhein-Westfalen in Deutschland.
  • Meine Verbindung zur Eisenbahn begann bereits in meiner Kindheit und Jugend.
  • Schon früh faszinierte mich die Eisenbahn nicht nur als Verkehrsmittel, sondern auch als technische Welt mit Lokomotiven, Wagen, Gleisen, Bahnhöfen und der dazugehörigen Infrastruktur.

„Eine besondere Rolle spielte dabei die Modelleisenbahn“

  • 1972 entstand im damaligen Heinsberg-Randerath unter dem Dach unseres Hauses eine Arnold-Rapido-Modelleisenbahn in Spur N.
  • Die Anlage bestand aus zwei Kreisen und mehreren Weichen.
  • Damals war die Spur N noch eine vergleichsweise junge Modellbahnwelt.
  • Arnold hatte 1962 mit einer Modellbahn im Maßstab 1:160 und einer Spurweite von 9 Millimetern einen entscheidenden Schritt gemacht.
  • Damit wurde die Grundlage für die heute bekannte Spur N gelegt.
  • Für mich war die Modelleisenbahn deshalb mehr als ein Spielzeug.
  • Sie war eine Möglichkeit, Eisenbahn selbst zu erleben.
  • Gleise, Weichen, Bahnhöfe, Lokomotiven und Landschaft wurden zu einem kleinen eigenen Eisenbahnnetz.
  • Aus dieser frühen Beschäftigung mit der Modelleisenbahn entwickelte sich eine dauerhafte Begeisterung für die Eisenbahn im großen Maßstab.

„Heute interessiert mich deshalb nicht nur der Zug, der an einem Bahnhof hält“

  • Mich interessiert die gesamte Geschichte dahinter.
  • Mich interessieren die Menschen, die Eisenbahnstrecken geplant und gebaut haben.
  • Mich interessieren Bahnhöfe, Werkstätten, Lokomotivdepots, Viadukte und Tunnel.
  • Und mich interessiert besonders die Frage, wie sich die Eisenbahn über die Jahrzehnte verändert hat.
  • Genau deshalb ist die Provence für mich ein ausgesprochen interessantes Eisenbahngebiet.
  • Hier lässt sich diese Entwicklung von den ersten Eisenbahnstrecken des 19. Jahrhunderts über die großen Werkstätten und spektakulären Ingenieurbauwerke bis hin zum modernen TGV besonders eindrucksvoll verfolgen.

„Aix-en-Provence und die frühe Eisenbahn“

  • Aix-en-Provence erhielt 1856 seinen ersten Eisenbahnanschluss.
  • Der frühe Bahnhof lag im Bereich der heutigen Rotonde.
  • Dort entstanden neben den Anlagen für den Personen- und Güterverkehr auch technische Einrichtungen.
  • Dazu gehörten unter anderem ein Lokomotivschuppen, Kohlelager und mehrere Drehscheiben.
  • Die Eisenbahn war damit auch in Aix-en-Provence von Anfang an mehr als ein Bahnsteig mit einem Empfangsgebäude.
  • Sie benötigte eine komplette technische Infrastruktur.
  • 1877 wurde schließlich die direkte Verbindung zwischen Marseille und Aix-en-Provence über Septèmes und Gardanne eröffnet.
  • Dabei entstanden beeindruckende Ingenieurbauwerke.
  • Besonders bekannt ist ein rund 270 Meter langer und etwa 31 Meter hoher Viadukt mit 18 Rundbogenöffnungen.

„Eisenbahn und Ingenieurbau“

  • Die Provence stellte die Eisenbahnbauer vor besondere Herausforderungen.
  • Berge, Täler, Schluchten und die teilweise direkt am Mittelmeer verlaufende Landschaft mussten überwunden werden.
  • So entstanden Brücken, Viadukte und Tunnel, die teilweise bis heute das Bild der Eisenbahnstrecken prägen.
  • Die Eisenbahn wurde damit selbst zu einem Bestandteil der provenzalischen Landschaft.

„Toulon erreicht das Eisenbahnzeitalter“

  • 1859 erreichte die Eisenbahn Toulon.
  • Die Stadt war ein wichtiger Hafen- und Militärstandort und erhielt damit eine direkte Verbindung nach Marseille.
  • Der erste Bahnhof wurde nach einem Brand 1868 wieder aufgebaut.
  • Der Neubau wurde 1887 fertiggestellt.
  • Das Empfangsgebäude zeigt noch heute die Bedeutung, die der Eisenbahn für Toulon zugedacht wurde.
  • Die Architektur war repräsentativ.
  • Große Rundbogenöffnungen, eine markante Mittelpartie und die technische Ausstattung des Bahnhofs machten ihn zu einem wichtigen Bestandteil der Stadt.

„La Ciotat und die Eisenbahn“

  • Auch La Ciotat erhielt 1859 mit der Eröffnung der Strecke Marseille–Toulon Anschluss an das Eisenbahnnetz.
  • Der Bahnhof besitzt jedoch noch eine ganz andere Bedeutung.
  • 1896 wurde hier der berühmte Film „L’Arrivée d’un train en gare de La Ciotat“ der Brüder Lumière aufgenommen.
  • Damit wurde ein Eisenbahnmotiv zu einem frühen Meilenstein der Filmgeschichte.
  • Die Eisenbahn war plötzlich nicht mehr nur Gegenstand des Verkehrs.
  • Sie wurde selbst zum Bild.

„L’Estaque – wo die Eisenbahn einen Ort verändert“

  • L’Estaque liegt westlich von Marseille.
  • Der Bahnhof entstand bereits 1851 an der Strecke Marseille–Avignon.
  • Später kam die Verbindung über die Côte Bleue hinzu.
  • Damit veränderte sich auch die Bedeutung des Ortes.
  • Die Eisenbahn brachte neue Verkehrsverbindungen.
  • Sie erleichterte den Transport von Menschen und Gütern.
  • Und sie trug dazu bei, dass sich L’Estaque wirtschaftlich und städtebaulich weiterentwickelte.

„Die Côte Bleue“

Die Eisenbahnlinie von Marseille nach Miramas über die Côte Bleue gehört zu den spektakulärsten Bahnstrecken Südfrankreichs.

Gebaut wurde sie zwischen 1907 und 1915.

Die Strecke folgt teilweise unmittelbar der Mittelmeerküste.

Dabei musste die Eisenbahn immer wieder zwischen Felsen, Meer und steilen Hängen ihren Weg finden.

Das Ergebnis ist eine außergewöhnliche Folge von Ingenieurbauwerken.

„Tunnel und Viadukte“

  • Die Strecke über die Côte Bleue besitzt 18 Viadukte, 2 Brücken und 23 Tunnel.
  • Damit gehört sie zu den eindrucksvollsten Eisenbahnlandschaften Frankreichs.
  • Besonders bemerkenswert ist der Tunnel de la Nerthe.
  • Er ist rund 4.617 Meter lang und besitzt 24 Lüftungsschächte.
  • Hier zeigt sich besonders deutlich, mit welchem technischen Aufwand die Eisenbahn ihre Verbindung entlang der Mittelmeerküste schaffen musste.
  • Die Strecke ist deshalb nicht nur eine Bahnverbindung.
  • Sie ist ein Stück Ingenieurgeschichte.

„Die Eisenbahn und die Landschaft“

  • Wer heute mit der Bahn entlang der Côte Bleue fährt, erlebt eine ungewöhnliche Verbindung aus Technik und Natur.
  • Das Meer liegt teilweise unmittelbar neben der Strecke.
  • Dann verschwindet der Zug wieder im Fels.
  • Kurz darauf taucht ein Viadukt auf.
  • Die Eisenbahn verschwindet und erscheint immer wieder.
  • Genau diese Verbindung aus Landschaft und Technik macht die Strecke so außergewöhnlich.

„Die Eisenbahn überlebt ihre Zeit“

  • Viele der alten Eisenbahnanlagen sind heute mehr als hundert Jahre alt.
  • Einige wurden umgebaut.
  • Andere verschwanden.
  • Manche Anlagen werden weiterhin genutzt.
  • Damit erzählt die Provence ihre Eisenbahngeschichte nicht nur in Museen.
  • Sie steht vielerorts noch direkt am Gleis.

„Avignon – die Eisenbahn verändert ihre Form“

  • Avignon zeigt besonders eindrucksvoll, wie sich die Eisenbahn nach dem Zweiten Weltkrieg verändert hat.
  • Hier steht mit der Rotonde ein außergewöhnliches Zeugnis des modernen Lokomotivzeitalters.
  • Und nur wenige Kilometer entfernt befindet sich heute der moderne TGV-Bahnhof.
  • In Avignon lässt sich deshalb eine Entwicklung nachvollziehen, die kaum deutlicher sein könnte.

„Die Rotonde von Avignon“

  • Die Rotonde von Avignon wurde zwischen 1946 und 1952 errichtet.
  • Sie besitzt einen Durchmesser von rund 107 Metern.
  • Der Ingenieur Bernard Laffaille entwickelte die außergewöhnliche Konstruktion.
  • Kennzeichnend sind die schlanken, V-förmigen Stützen aus Stahlbeton.
  • Die Konstruktion war nicht nur architektonisch interessant.
  • Sie erfüllte auch konkrete technische Aufgaben.
  • Lokomotiven konnten effizient abgestellt und gewartet werden.
  • Gleichzeitig ließ sich die verfügbare Fläche besser nutzen.
  • Licht und Rauchabführung waren ebenfalls wichtige Bestandteile des Konzepts.
  • Die Rotonde von Avignon war damit Teil einer neuen Generation von Lokomotivhallen.
  • In Frankreich entstanden insgesamt 19 Rotunden dieser Bauart.
  • Seit 1984 steht die Rotonde unter Denkmalschutz.

„Die V-förmigen Stützen“

  • Die Konstruktion der Rotonde zeigt, wie eng Architektur und Eisenbahntechnik miteinander verbunden waren.
  • Die charakteristischen V-Stützen tragen die Dachkonstruktion.
  • Gleichzeitig verleihen sie der Halle ihr unverwechselbares Erscheinungsbild.
  • Was auf den ersten Blick wie eine architektonische Besonderheit wirkt, war deshalb vor allem eine Antwort auf die technischen Anforderungen des Eisenbahnbetriebs.

„Von der Dampflok zur modernen Lokomotive“

  • In den großen Eisenbahnwerkstätten der Provence änderte sich im Laufe des 20. Jahrhunderts die Technik.
  • Die Dampflokomotive verschwand.
  • Diesellokomotiven und Elektrolokomotiven übernahmen ihre Aufgaben.
  • Damit veränderten sich auch die Anforderungen an Bahnhöfe, Depots und Werkstätten.
  • Die Eisenbahn blieb jedoch bestehen.
  • Sie änderte ihre Technik.

„Der Weg zum TGV“

  • Die nächste große Revolution begann in Frankreich mit dem Hochgeschwindigkeitsverkehr.
  • Aus den Erfahrungen mit schnellen Zügen und neuen technischen Konzepten entwickelte sich der TGV.
  • Der experimentelle TGV 001 war dabei ein wichtiger Meilenstein.
  • Er war noch kein elektrischer Serienzug.
  • Der Prototyp wurde 1972 fertiggestellt und diente dazu, Erfahrungen mit sehr hohen Geschwindigkeiten zu sammeln.
  • Später folgte der elektrische TGV.

„1981 beginnt das TGV-Zeitalter“

  • Am 27. September 1981 begann der reguläre TGV-Verkehr zwischen Paris und Lyon.
  • Damit begann ein neues Kapitel der französischen Eisenbahngeschichte.
  • Der Hochgeschwindigkeitszug veränderte nicht nur die Reisezeiten.
  • Er veränderte auch die Vorstellung davon, wie weit Städte voneinander entfernt sein können.
  • Die klassische Eisenbahn hatte Entfernungen verkürzt.
  • Der TGV verkürzte die Zeit.

„Die LGV Méditerranée“

  • Die nächste große Etappe führte den Hochgeschwindigkeitsverkehr bis in den Süden Frankreichs.
  • Die LGV Méditerranée verbindet den Raum Valence mit Marseille.
  • Der Bau begann 1996.
  • 2001 wurde die Strecke offiziell eröffnet.
  • Seitdem verbindet der TGV die Provence wesentlich schneller mit Paris und anderen Regionen Frankreichs.
  • Damit erreichte die Hochgeschwindigkeitseisenbahn endgültig das Mittelmeer.

„Eine neue Generation von Bahnhöfen“

  • Mit der Hochgeschwindigkeitsstrecke mussten auch neue Bahnhöfe entstehen.
  • Diese Bahnhöfe unterscheiden sich grundlegend von den historischen Kopfbahnhöfen des 19. Jahrhunderts.
  • Sie liegen häufig außerhalb der alten Stadtzentren.
  • Sie müssen große Fahrgastströme bewältigen.

Und sie sind Bestandteil einer völlig anderen Eisenbahninfrastruktur.

„Avignon TGV“

  • Der Bahnhof Avignon TGV wurde 2001 eröffnet.
  • Er liegt auf der Courtine-Halbinsel, weniger als drei Kilometer vom historischen Stadtzentrum entfernt.
  • Der Bahnhof wurde als moderne Gartenbahnhof-Anlage konzipiert.
  • Architektur, Landschaft und Eisenbahntechnik wurden miteinander verbunden.
  • Naturstein, Holz, Glas und Vegetation bestimmen das Erscheinungsbild.
  • Der Bahnhof reagiert dabei auch auf die besonderen klimatischen Bedingungen der Provence.
  • Damit entstand ein Bahnhof, der nicht versucht, wie ein historischer Bahnhof auszusehen.
  • Er zeigt bewusst die Eisenbahn des 21. Jahrhunderts.

„Aix-en-Provence TGV“

  • Auch Aix-en-Provence erhielt 2001 einen neuen Hochgeschwindigkeitsbahnhof.
  • Der Bahnhof liegt außerhalb des historischen Stadtzentrums auf dem Plateau de l’Arbois.
  • Damit stehen sich in Aix-en-Provence zwei vollkommen unterschiedliche Eisenbahnwelten gegenüber.
  • Der historische Bahnhof gehört zur Entwicklung der klassischen Eisenbahn.
  • Der TGV-Bahnhof gehört zum Zeitalter der Hochgeschwindigkeit.

„Die großen Bauwerke der LGV“

  • Die LGV Méditerranée brachte neue Anforderungen an die Ingenieure.
  • Kurvenradien, Brücken, Tunnel und die Trassierung mussten auf hohe Geschwindigkeiten ausgelegt werden.
  • Die neue Eisenbahn sollte nicht mehr der Landschaft folgen, wie es die alten Strecken häufig getan hatten.
  • Sie musste möglichst direkt und schnell durch die Landschaft geführt werden.
  • Damit entstand eine neue Form des Eisenbahnbaus.

„25 Jahre LGV Méditerranée“

  • Im Jahr 2026 blickt die LGV Méditerranée auf 25 Jahre Betrieb zurück.
  • Ein Vierteljahrhundert nach ihrer Eröffnung gehört sie längst zum normalen Eisenbahnalltag.
  • Für die Provence bedeutete die Hochgeschwindigkeitsstrecke eine weitere große Veränderung.
  • Die Region wurde noch enger mit dem französischen und europäischen Verkehrsnetz verbunden.

„Die Provence heute“

  • Heute existieren in der Provence mehrere Eisenbahnepochen nebeneinander.
  • Historische Bahnhöfe aus dem 19. Jahrhundert.
  • Große Werkstätten aus der Zeit der Dampflokomotive.
  • Ingenieurbauwerke aus der klassischen Eisenbahnzeit.
  • Moderne Bahnhöfe des Hochgeschwindigkeitsverkehrs.
  • Und dazwischen die Züge, die diese unterschiedlichen Epochen miteinander verbinden.

„Eine Eisenbahn zwischen Vergangenheit und Zukunft“

  • Gerade darin liegt die Besonderheit der Provence.
  • Die Eisenbahn ist hier nicht verschwunden.
  • Sie hat sich immer wieder verändert.
  • Aus der ersten Verbindung zwischen Marseille und dem Hinterland entwickelte sich ein dichtes Eisenbahnnetz.
  • Aus kleinen Werkstätten entstanden große Industrieanlagen.
  • Aus Dampflokomotiven wurden elektrische Lokomotiven.
  • Und aus der klassischen Eisenbahn entstand schließlich der TGV.

„Von der Lokomotive zum TGV“

  • In Avignon wird diese Entwicklung besonders deutlich.
  • Auf der einen Seite steht die Rotonde.
  • Eine gewaltige Lokomotivhalle aus der Nachkriegszeit.
  • Auf der anderen Seite steht der TGV-Bahnhof.
  • Eine moderne Station des Hochgeschwindigkeitszeitalters.
  • Dazwischen liegen Jahrzehnte technischer Entwicklung.
  • Von der Lokomotive zum TGV – zwei Bahnhöfe, zwei Epochen, eine Stadt.

„Der Schlusspunkt“

  • Vielleicht lässt sich die Geschichte der Provence auf Schienen genau so am besten zusammenfassen.
  • Die Eisenbahn ist hier nicht nur ein Verkehrsmittel.
  • Sie ist ein Teil der Geschichte der Provence.
  • Und sie fährt bis heute weiter.
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